Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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Psychiatrische Notfälle

Bei Psychatrische Notfällen muss immer sofort eine notärztliche Behandlung

sichergestellt werden = Krankenwagen rufen Tel.: 112

Psychiatrische Notfälle können sein:


1.    quantitative Bewußtseinsstörungen: Benommenheit, Somnolenz, Sopor, Koma

2.    qualitative Bewußtseinsstörungen: eingeengt, verworren, desorientiert, halluzinierend

3.    Erregungszustände, Angst, Panikattacken: Atemnot, Schweißausbrüche, Aggressivität, Herzrasen usw.

4.    Autistische, stuporöse, katatone Zustände: eingeschränkte Kontakt – und Kommunikationsfähigkeit, erstarrt, verzögerte  bis keine Reaktion

5.    alle akuten psychotischen Formen: manisch, depressiv, desorientiert, verwirrt, Eigen- und Fremdgefährdung

6.    akute Suizidalität

7.    Drogen – Notfälle, Intoxikationssyndrome (Entzug, Überdosierung)

8.    Spezialfall Epilepsie (neurologische Krankheit).

 

Vor dem Eintreffen des Notarztes muss bei Bewusstlosigkeit, Atem- oder Herzstillstand Erste-Hilfe geleistet werden.

Hierzu einige Hinweise betreffend Erste - Hilfe – Maßnahmen. Jeder Mensch ist gesetzlich verpflichtet bei einem Unfall erste Hilfe zu leisten, bis der Notarzt eintrifft.

Maßnahmen, die dabei erforderlich sind

  • Notarzt rufen
  • beim Patienten bleiben bis der Notarzt eintrifft
  • Überprüfung der Bewußtseinslage, Kreislauf und Atmung


Während einer Therapiesitzung
könnten solche erste Hilfe Maßnahmen nötig werden, z.B.

  • bei Über – oder Unterzuckerung
  • niedrigem/sehr hoher Blutdruck
  • Nebenwirkungen von Medikamenten usw.


weitere erste Hilfe Fälle

  • drohender Schock, z.B. durch Angst oder Allergien,Symptome sind Blässe, frieren, schwacher/rasender Puls bei über 100 Schlägen pro Minute


Bei Bewußtlosigkeit

  • Atemkontrolle
  • Überstreckung des Halses zur Schaffung freier Atemwege
  • Wange oder Spiegel (sollte beschlagen) an Nase und Mund halten um den Luftstrom zu prüfen
  • heben und senken des Brustkorbes überprüfen (sehen)
  • hören von Atemgeräuschen


Bewußtlosigkeit bei vorhandener Atmung

  • stabile Seitenlage
  • wegen Erstickungsgefahr bei Rücklage Atmung kontrollieren


Bewußtlosigkeit bei nicht vorhandener Atmung

  • Atemspende in Rückenlage
  • 2 x 15 Beatmungen/pro min
  • Puls fühlen, ggf. erneute Herzmassage


Atemspende Mund zu Nase

  • Fremdkörper entfernen
  • Hals überstrecken
  • Mund des Patienten verschließen
  • Unterlippe gegen Oberlippe drücken
  • Atemspende 15x pro/min, beim Einatmen den Kopf vom Patienten wegdrehen


Zu beachten: bei Atemspende von Mund zu Mund besteht die Gefahr, daß Luft in den Magen gelangt und zu erbrechen mit Erstickungsgefahr führt.


Durchführung einer Herz – Druck – Massage bei nicht vorhandenem Puls

  • harte Unterlage gebrauchen (zur Not Fußboden!)
  • Schwertfortsatz am Rippenbogen suchen – 2 Finger breit unter der letzten Rippe
  • beide Handballen übereinander legen und auf den Schwertfortsatz anlegen, Finger sind dabei nach oben gespreizt
  • kniend vor dem Patienten den Druck senkrecht auf das Sternum ausüben
  • Brustkorb nach jeder Kompression wieder zurückkommen lassen
  • Druck und Entlastungsphasen gleich lang halten
  • 4 – 5 cm tief eindrücken (bei Kindern auf keinen Fall!!!)
  • 2x Atemspende im schnellen Übergang zu 15x Herz – Druck – Massage im Wechsel um einen Puls von 80 Schlägen/pro min zu erreichen
  • nach vier Zyklen den Puls rechts/links am Hals tasten


Achtung: Auch wenn Patienten äußerlich gesund erscheinen können sie frische Operationswunden oder andere Verletzungen haben, die durch eine Herz – Druck – Massage erneut zu bluten anfangen können!

Beendung der Herz – Druck – Massage

  • wenn Puls und Atmung zurückgekehrt  sind
  • nur der Puls wieder fühlbar ist, dann weiter beatmen
  • der Rettungsdienst die Notfallmaßnahmen übernimmt
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