Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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ADHS- Syndrom bei Kindern

Kinder mit ADHS- Syndrom haben es in ihrer Umwelt nicht so leicht. Sowohl die Eltern als auch die Lehrer und erst recht ihre Kameraden können das Verhalten nicht verstehen und

reagieren meistens gereizt und verständnislos. Auch wenn dann die Diagnose ADHS feststeht, ist der Umgang nicht unbedingt leichter.Die Kinder mit Hyperaktivität wirken anstrengend und haben große Schwierigkeiten, den differenzierten Alltagsanforderungen gerecht zu werden.

Eine Funktionsstörung der Signalübertragung im Gehirn löst ein Verhalten aus, unter dem sie selbst sehr leiden, es aber nicht steuern können.Die Kinder haben Probleme, die komplexen und vielfältigen Reize der Umwelt, aber auch eigene emotionale und geistige Impulse zu filtern und adäquat zu verarbeiten. Diese Überforderung führt bei einem Teil der Kinder zu Überaktivität, Impulsivität und aggressivem, ungeduldigen Verhalten.Die andere Gruppe von Kindern – die scheinbar „ pflegeleichten“, tauchen ab, sind verträumt und haben massive Probleme, dem Unterricht zu folgen.

Es gibt eine Vielzahl von Neurotransmittern ( Botenstoffen ) im Gehirn, die für ein geregeltes Miteinander der verschiedenen Hirnteile zuständig sind. Im Falle des ADHS- Syndroms sind es vor allem Dopamin und Noradrenalin, die unzureichend oder im falschen Rhythmus ausgeschüttet werden und dann für die bekannten Irritationen sorgen.
Die kinderpsychiatrisch- schulmedizinische Behandlung sieht Verhaltens- und Lerntherapie in Verbindung mit dem Medikament Methylphenidat vor. Das Mittel sorgt dafür, dass das Dopamin in ausreichender Menge zur Verfügung steht und mildert die Kardinalsymptome der Erkrankung sehr gut.

Aber keine Wirkung ohne Nebenwirkung: die Langzeitfolgen der Methylphenidat- Einnahme über Jahrzehnte, also im Erwachsenenalter sind noch unbekannt. Auch kommt es zu Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit und Wachstumsstörungen. Bei neurologisch sehr empfindlichen Kindern kann es auch zu Ticstörungen kommen.
Gleichwohl ist es eine Tatsache, dass viele betroffene Kinder ohne das Methylphenidat bei normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz nicht normal beschulbar wären, sondern in Sonderschulen unterrichtet werden müssten, die weit unter ihrem Niveau liegen.

Die naturheilkundlich- homöopathischen Therapieansätze helfen dabei, entweder das Methylphenidat ganz abzusetzen oder es auf das Minimum der Dosierung herunterzubringen.
Substitution mit Mikronährstoffen wie Zink, Magnesium oder Omega- 3- Fettsäuren bieten zusätzliche, gut dokumentierte Wirkungen auf das kindliche Verhalten.

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