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Man unterscheidet den systolischen und den diastolischen Blutdruck. Ersterer (der höhere Wert) steht für den Druck, der während der Herzkontraktion auf die Gefäßwände ausgeübt wird, letzterer (der niedrigere Wert) repräsentiert den Druck, der bei der
Entspannung des Herzens wirkt. Ist eine der beiden Kräfte auf die Dauer zu groß, werden Herz und Arterien zusätzlich belastet.
Mit der Zeit können daraus ernsthafte Gesundheitsprobleme entstehen.
Deswegen muss jede Art von Bluthochdruck – unabhängig vom Alter – kann
das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz oder
Demenz effektiv senken. Mit zunehmendem Alter wird ein Anstieg des
Blutdrucks wahrscheinlicher. Vor dem 55. Lebensjahr tritt Bluthochdruck
häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Nach der Menopause gleicht
sich das Risiko an.
Bluthochdruck wird verstärkt durch kardiovaskuläre Risikofaktoren wie
Rauchen, Bewegungsarmut, Übergewicht und Diabetes. Diese führen zu
Fett- und Kalkablagerungen innerhalb der Arterien und verstärken und
beschleunigen somit den Bluthochdruck.
Auch wenn nur der eine Wert der Blutdruckmessung oberhalb der Norm
liegt, bedeutet dies nicht, dass das Risiko, Komplikationen eines
Bluthochdrucks zu entwickeln, geringer ist. Studien an Menschen mit
systolischem Bluthochdruck haben gezeigt, dass eine Reduzierung des
systolischen Drucks von über 160 mm Hg auf unter 140 mm Hg folgende
Vorteile bietet:
- Reduktion des Schlaganfallrisikos
- Reduktion des Herzinfarktrisikos
- Reduktion des Demenzrisikos
- Verzögerung bzw. Vermeidung von Nierenversagen
Die überwiegende Mehrheit der Menschen kann eine Blutdrucksenkung
durch Kombination geänderter Lebensgewohnheiten (wie dem Verzehr von
viel Obst und Gemüse, Abnehmen bei Übergewicht, Verstärkung der
körperlichen Aktivität und Begrenzung des Alkohol- und Nikotinkonsums)
und blutdrucksenkenden Medikamenten erreichen.
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