Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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Bluthochdruck

Man unterscheidet den systolischen und den diastolischen Blutdruck. Ersterer (der höhere Wert) steht für den Druck, der während der Herzkontraktion auf die Gefäßwände ausgeübt wird, letzterer (der niedrigere Wert) repräsentiert den Druck, der bei der

Entspannung des Herzens wirkt. Ist eine der beiden Kräfte auf die Dauer zu groß, werden Herz und Arterien zusätzlich belastet.
Mit der Zeit können daraus ernsthafte Gesundheitsprobleme entstehen. Deswegen muss jede Art von Bluthochdruck – unabhängig vom Alter – kann das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz oder Demenz effektiv senken. Mit zunehmendem Alter wird ein Anstieg des Blutdrucks wahrscheinlicher. Vor dem 55. Lebensjahr tritt Bluthochdruck häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Nach der Menopause gleicht sich das Risiko an. 
Bluthochdruck wird verstärkt durch kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsarmut, Übergewicht und Diabetes. Diese führen zu Fett- und Kalkablagerungen innerhalb der Arterien und verstärken und beschleunigen somit den Bluthochdruck.
Auch wenn nur der eine Wert der Blutdruckmessung oberhalb der Norm liegt, bedeutet dies nicht, dass das Risiko, Komplikationen eines Bluthochdrucks zu entwickeln, geringer ist. Studien an Menschen mit systolischem Bluthochdruck haben gezeigt, dass eine Reduzierung des systolischen Drucks von über 160 mm Hg auf unter 140 mm Hg folgende Vorteile bietet:

  • Reduktion des Schlaganfallrisikos
  • Reduktion des Herzinfarktrisikos
  • Reduktion des Demenzrisikos
  • Verzögerung bzw. Vermeidung von Nierenversagen

Die überwiegende Mehrheit der Menschen kann eine Blutdrucksenkung durch Kombination geänderter Lebensgewohnheiten (wie dem Verzehr von viel Obst und Gemüse, Abnehmen bei Übergewicht, Verstärkung der körperlichen Aktivität und Begrenzung des Alkohol- und Nikotinkonsums) und blutdrucksenkenden Medikamenten erreichen.

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