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Diabetes mellitus

Die direkten Kosten für Diagnose und Behandlung des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen werden auf jährlich 14 Milliarden

Euro geschätzt, damit ist Diabetes ist die teuerste chronische Krankheit in der BRD. Hinzu kommen indirekte Kosten, etwa durch Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung, in Höhe von etwa 8 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Erkrankung macht auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt. Bereits jetzt sind fast 2 Millionen Kinder in Deutschland übergewichtig und erleiden in jungen Jahren Krankheiten, wie sie bisher nur bei Erwachsenen aufgetreten sind, zum Beispiel auch den Typ II – Diabetes.

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa sechs Millionen Diabetiker, die Dunkelziffer wird auf weitere zwei Millionen geschätzt. Dabei ist die Diagnose der Krankheit nicht so schwierig.

Zur Früherkennung gehört, dass jeder Arzt, der mit chronisch kranken Menschen befasst ist, immer an die Möglichkeit eines Diabetes mellitus denkt und die Patienten zur Vorsorgeuntersuchung per einfacher Blutabnahme motiviert.

Bei einer rechtzeitigen Diagnose kann man der Erkrankung entgegensteuern. Die Ereignisrate kardiovaskulärer Folgeerkrankungen kann deutlich gesenkt werden." Etwa 2/3 aller behandelten Herzinfarkte sind auf Diabetes oder verwandte Erkrankungen zurückzuführen.

Auch Störungen der Nervenfunktion mit so genannter Polyneuropathie der Beine treten bei länger bestehendem Diabetes mellitus auf. Dabei kommt es zu Gefühlsstörungen der Füße mit Taubheit, Kribbeln und veränderter Temperaturwahrnehmung. Durchblutungsstörungen der Schlagadern in den Beinen in Verbindung mit der Polyneuropathie führen zur Nekrose und Gangrän ( Gewebsuntergang ) und die Gefahr, dass Zehen oder Vorfüße amputiert werden müssen, steigt gewaltig an.

Dramatische Folgen hat ein nicht erkannter oder schlecht eingestellter Diabetes auch für die Augen- und Nierenfunktion. Erblindung und die Dialyse sind allerdings heute kein unvermeidliches Schicksal mehr.

Die Folgekrankheiten des Diabetes mellitus erfassen somit die wichtigsten Organsysteme des Körpers.

Frühzeitige Erkennung und konsequente Therapie können die Prognose erheblich bessern. Dabei muss aber eines klar sein: ohne die aktive Mitarbeit des betroffenen Patienten, zum Beispiel beim Einhalten der Diät und der Bewegung kann der Arzt nichts ausrichten.

Das Schicksal liegt somit wirklich in der Hand des Einzelnen.

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