Erste Studien zeigen, dass es für Patienten, die an einem Weichteilsarkom leiden, neue Hoffnung durch die kombinierte Anwendung von Chemotherapie und Hyperthermie gibt.
Die Studien laufen seit 1999 im Münchner Klinikum Großhadern mit über dreihundert Patienten.
Besonders erfolgreich scheint zu sein, dass die kombinierte Therapie mit Chemotherapeutika und regionaler Tiefenhyperthermie schon vor der Operation begonnen wird. Das krankheitsfreie Intervall und die Überlebenszeit konnten signifikant verbessert werden.
Bei der regionalen Tiefenhyperthermie werden Tumoren mit Hilfe elektromagnetischer Wellen auf 40 bis 44 Grad Celsius erwärmt. Bei Temperaturen ab 42 Grad beginnen die Zellen hitzebedingt abzusterben.
Die am Klinikum Großhadern entwickelte Kombinationstherapie macht sich das Phänomen zunutze, dass Kerbszellen ab 40 Grad angreifbarer für Abwehrprozesse des Immunsystems als auch für Strahlen- und Chemotherapie werden.
Wünschenswert ist, dass auch Patienten mit anderen Krebsarten von den oben beschriebenen Erkenntnissen profitieren können.
Ärzte in Einzelpraxen oder kleinen onkologischen Zentren arbeiten schon viele Jahre mit der Hyperthermie in Form von Ganzkörperhyperthermie oder der regionalen Tiefenhyperthermie.
Wichtig ist, dass die genaue Erforschung von kombinierten onkologischen Behandlungen auf universitärer Ebene stattfindet, um dann in Form von nationalen und internationalen Therapieempfehlungen weitergegeben zur werden, damit möglichst eine Vielzahl betroffener Patienten davon profitieren kann.
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