n einer neuen Veröffentlichung warnt in diesen Tagen die Bundesärztekammer vor einer Zunahme der Medikamentenabhängigkeit bei Erwachsenen.Der schnelle Griff zur Tablette bei jeglicher Art von Störungen der eigenen Befindlichkeit
wird auch von der Pharmaindustrie und der Werbung gefördert.
Der Bereich der Selbstmedikation ist zu einem unüberschaubaren Markt geworden. Freiverkäufliche Schmerz-, Beruhigungs- und Magen- Darm-Mittel brechen alle Verkaufsrekorde.
Eine ursachengerechte Diagnostik und Therapie findet oft nicht statt, viele Menschen sind angesichts der Situation im Gesundheitswesen „arztmüde“.
Jeder 6. erwachsene Bundesbürger versucht mindestens einmal pro Woche mit einem Medikament sein Befinden zu verbessern. Dazu gehören insbesondere Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel. Der oft schleichende Prozess einer Abhängigkeit wird von der Außenwelt kaum bemerkt. Experten schätzen, dass inzwischen etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland medikamentenabhängig sind. Mit dem Alter steigt die Gefährdung; Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.
Obwohl das Abhängigkeitspotenzial von benzodiazepinhaltigen Beruhigungsmitteln bekannt ist, werden sie von Ärzten immer noch häufig verschrieben. Zeitmangel und Überlastung in den Praxen verhindern das notwendige therapeutische Gespräch und eine individuelle Therapiestrategie, die vor allem stressbedingten psychosomatischen Krankheiten vorbeugen soll.
Langzeitschäden durch unkritische Medikamenteneinnahme können sich an Leber, Niere, blutbildendem System und Gehirn bemerkbar machen.
In meiner Praxis wird großer Wert auf eine genaue Medikamentenanamnese und die Aufklärung über Folgen von unkritischem Arzneimittelgebrauch gelegt.
Therapeutisch gibt es im Bereich der biologischen Medizin zahlreiche Möglichkeiten der Entgiftung über Leber, Nieren und Lymphsystem und der Regulierung des Säure- Basen- Haushaltes.
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