Die Schweinegrippe ist seit 1930 bekannt, damals konnte der Erreger H1N1 oder H3N2 erstmals beim Schwein isoliert und identifiziert werden.
Das Virus konnte bisher vom Schwein auf den Menschen übertraten werden.
Neu ist, das wissen wir seit April 2009, dass das Virus mittlerweile von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, wie in Mexiko geschehen. Mittlerweile hat sich die Infektionskrankheit in der ganzen Welt ausgebreitet, auch die Fälle in Deutschland werden zur Zeit täglich mehr.
Symptome der Schweinegrippe
Die Symptome der Schweinegrippe sind, wie bei der Influenza:
- Hohes Fieber
- Gliederschmerzen,
- Schüttelfrost, Kopfweh,
- Halsweh,
- Husten und ein
- starkes Krankheitsgefühl,
- starkes Unwohlsein.
Es ist unbedingt nötig bei einem Verdachtsfall der Arzt aufzusuchen.
Fieber gehört auf jeden Fall als ein Alarmsymptom zur Schweinegrippe. Die Temperatur kann bis Über 40,0° C steigen. Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur von 37,9 ° C.
Inkubationszeit Schweinegrippe
Die Inkubationszeit der Schweinegrippe beträgt 1-4 Tage beim Menschen.
Ansteckend kann die Krankheit schon am ersten Tag sein.
Viele Menschen erkranken zur Zeit nach einem Auslandsaufenthalt, z.B. im Süden Europas. Wenn jemand von einer Reise aus einer gefährdeten Region zurückkehrt und nach 5 Tagen keine Symptome auftreten, dann kann er ziemlich sicher sein, dass er sich nicht angesteckt haben, da die Inkubationszeit der Schweinegrippe dann vorbei ist.
Die medikamentöse Behandlung der Schweinegrippe
Eine Grippe kann mit dem Wirkstoff Oseltamivir erfolgreich behandelt werden, da die Viren auf diesen Wirkstoff sensibel sind. Der Handelsname ist Tamiflu®.
Wenn bei einer Person die ersten Symptome auftreten, dann sollte sie bald möglichst einen Arzt kontaktieren. Dieser kann dann einen Schnelltest machen und dann innerhalb von ca. 15 Minuten mitteilen ob eine Influenza vorliegt.
Wenn ja, dann wird der Arzt das Medikament verschreiben. Tamiflu bewirkt, dass sich das Grippevirus nicht mehr so leicht im Körper ausbreiten kann. Das Immunsystem wird die Grippe dann leichter bekämpfen können.
Wer muss einen Mundschutz tragen?
Gemäß der Richtlinien der Gesundheitsbehörden müssen das medizinische Personal von Arztpraxen, medizinischen Laboratorien und Krankenhäusern im Kontakt mit infizierten Patienten und infektiösem Material Schutzkleidung und einen Mundschutz tragen.
Da sich die Schweinegrippe über die Tröpfcheninfektion verbreitet, ist es sinnvoll, an dem Ort einer Epidemie einen Mundschutz zu tragen. Der Mundschutz kann in jeder Apotheke besorgt werden. Das generelle Tragen eines Mundschutzes in Deutschland ist nicht erforderlich.
Die Impfung gegen Schweinegrippe
Im Eiltempo wurde ein Impfstoff gegen das Virus, das die Schweinegrippe verursacht, entwickelt. Allerdings befindet sich der Impfstoff noch in einer klinischen Versuchsphase.
Wann und wie die Impfaktion ab Herbst anlaufen soll, ist noch nicht geklärt. Die Frage der Nebenwirkungen kann ebenfalls zur Zeit nicht beantwortet werden.
Für die Zulassung des Impfstoffes suchen Ärzte Testpersonen, die den Impfstoff testen. Das sind allerdings im Moment Erwachsene.
Virologen wie Dr. Kekule befürchten mehr Nebenwirkungen bei Kindern als bei den herkömmlichen Grippe-Impfstoffen.
Völlig offen ist im Moment noch, wer die Impfaktion durchführt und wer die Kosten dafür übernehmen soll.
Prophylaxe
Eine Vorbeugung gegen Schweinegrippe durch immunstabilisierende Maßnahmen aus der Naturheilkunde und Homöopathie sollte besonders bei chronisch kranken Menschen, alten Menschen und Kleinkindern angestrebt werden.
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