Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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Zervixkarzinom

Eine neue Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs ( Zervixkarzinom ): In ganz Europa ist der Gebärmutterhalskrebs nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache durch Krebs bei Frauen bis zum 44. Lebensjahr. Durchschnittlich sterben

täglich europaweit 40 Frauen an dieser Krankheit, jährlich wird in Deutschland bei etwa 6000 Frauen das Zervixkarzinom neu entdeckt.
Die Hauptursache für diese Krebsart sind die so genannten Papillomaviren, mit denen etwa 2/3 der Bevölkerung infiziert ist. Bei einem Fünftel der infizierten Menschen verläuft die Infektion chronisch, das Virus verbleibt in der Schleimhaut des Genitalbereiches und ruft, oft erst nach vielen Jahren, Warzen oder – bei Frauen- den Gebärmutterhalskrebs hervor. Die Stämme 16 und 18 der Papillomaviren sind besonders gefährlich.
Dagegen wurde jetzt ein Impfstoff entwickelt, der für Mädchen ab dem 12. Lebensjahr, also vor dem ersten Geschlechtsverkehr, eingesetzt wird. Die Impfung erfolgt 3x innerhalb eines halben Jahres und soll sowohl vor den Vorstufen als auch dem eigentlichen Zervixkarzinom schützen; vermieden wird dadurch auch die Entwicklung der Genitalwarzen ( Kondylome ).
Es ist sinnvoll, mit dem Frauenarzt oder dem behandelnden Kinderarzt über die Impfung zu sprechen; sie kann im Rahmen der J1 Jugenduntersuchung oder bei der Erstverordnung der Pille durchgeführt werden.
Bisher muss die Impfung privat gezahlt werden, daher wird der Impfstoff auf einem Privatrezept verordnet.

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