Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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Hypnotische Sprachmuster

Hypnotische Sprache und hypnotische Sprachmuster werden im NLP gezielt verwendet, um andere Menschen

in bestimmte innere Zustände (Down-time) zu führen. Einige der hypnotischen Sprachmuster von Milton Erickson, die für die bewusstseinsnahe NLP-Arbeit nützlich sind, werden im NLP im Milton-Modell zusammengefasst.

Die Sprachmuster nach Milton Erickson sind so gehalten, dass beinahe alle spezifischen Informationen fehlen (Tilgung). Das Milton-Modell geht davon aus, dass die Verwendung von unvollständigen Sätzen den Klienten anregt, nach einem eigenen Sinn für die Aussagen zu suchen. Er ergänzt unbewusst fehlende oder ungenaue Angaben mir eigenen Erfahrungen. Gleichzeitig wird somit die Offenheit des Klienten für die Suggestionen des Therapeuten erhöht.

Beispiele hypnotischer Sprachmuster, die im NLP genutzt werden:

A. Tilgungen

Dies sind Sätze, in denen Teile der Aussage vollständig fehlen. Ein Hörer wird diese Leerstelle mit etwas für ihn Relevanten füllen.

Worttilgung
du kannst hoffen....... / lässt los......./ gehst......./ empfindest......./ ist erfreulich.......ganz einfach......./ dieses Gefühl von......../ die angenehme Empfindung von........

Vergleichstilgung (der Vergleich ist getilgt).....es geht besser...../ leichter......./ mehr und mehr......./ es ist angenehmer......./ einfacher und schneller....../ immer tiefer....../ das Schönste......./ das Beste.........

Modalworte (die Art und Weise der Einschätzung und Beurteilung ist getilgt)
offensichtlich......./ möglicherweise......../ erstaunlicherweise......./ erfreulicherweise...
du kannst dir erlauben....../ zu können...../ möglich sein ......./ darfst....../ kannst ....../ willst......./ es ist nicht notwendig....../ du bist in der Lage....../ fähig....../ musst nicht...../

B. Generalisierungen

Unklarer Einzelbezug
wenige Menschen....../ die meisten Personen...../
alle...../ jeder...../ sämtliche......./ irgendeine...../ niemals....../ nirgends....../ kein...../ niemand....../ nichts......./ viele....../ immer wieder...../ immer....../ immer mehr...../  irgendetwas...../ es ist gut...../ das ist die richtige Art......./ es ist völlig leicht...../ dies sind Momente...../ eine bestimmte Empfindung...../ etwas in dir....../ bestimmte Dinge...../ es versteht sich von selbst....../ es ist völlig normal.....

Komplexe Äquivalenz (Phänomen A und B werden suggestiv vebunden)
dein ruhiger Atem zeigt dir an, dass deine Entspannung immer stärker wird....../ die Schwere in deinen Händen bedeutet, dass du jetzt völlig zur Ruhe kommen kannst /jeder Gedanke kann vorüberziehen, weil er im Moment unwichtig ist......../ jedes Ausatmen erleichtert dich ganz automatisch......./

Verbgeneralisierungen
wahrnehmen....../ erleben....../ lernen....../ geschehen lassen....../ erfahren...../ beginnen....../ erlauben......./ finden......../ bemerken......./ darauf achten....../ empfinden......./ mögen......./ versuchen......./ bekommen......./ zulassen......./ erkennen....../

C. Verzerrungen – Interpretationen

Nominalisierungen (sind Hauptworte, die sprachlich verwendet werden wie Gegenstände, an sich aber Prozesse darstellen. Der fehlende Prozess muss vom Zuhörer neu geschaffen werden. Die meisten Nominalisierungen gehören zum Reich der Werte und sind deshalb stark emotional besetzt. Um sie zu verstehen, muss ein Hörer bei sich selbst ein passendes Erleben herstellen, dadurch werden starke Zustände induziert).
Z.B.: Lernerfahrung...../ Fähigkeiten......./ Veränderung....../ Entscheidung....../ Lösung......./ Begegnung........./ Wahrnehmung......./ Einfühlung......./ Bedeutung....../ Interesse....../ Liebe/ ...Frieden/...Freude/.../Glück/...Harmonie/...Freiheit...

Vorannahmen (unüberprüfte Abläufe werden stillschweigend für wahr oder gegeben gesetzt und wirken bei Nichthinterfragung stark tranceinduzierend).
so oder so wirst du......./ jetzt oder in einer Weile......./ alles wissen, was von Bedeutung sein kann......./ auch wenn du es noch nicht bemerkt hast......./ früher oder später......./ nachdem du......./ bevor du....../ während du....../

Gedankenlesen (Hierbei tut man so, als ob man über das innere Erleben des Hörers Bescheid weiß. Wenn die Formulierungen allgemein gehalten werden, so dass sie keinen Widerspruch zum Erleben erzeugen, steigern sie "magisch" die Glaubwürdigkeit des Sprechers.)
vielleicht fragst du dich......./ das könnte dir gefallen....../ es könnte sein....../ irgendwie kannst du....../ ich bin sicher, dass du gleich....../ so ist es richtig für dich...../
du wirst bemerken....../ irgendwann kannst du......./ ein Teil von dir weiß genau......./ und ist es nicht so, dass....../

Ursache– Wirkung (2 nicht zwingend zusammmengehörige Einzelphänomene werden als sich bedingend dargestellt).
Dies hat zur Folge....../ das macht dich...../ fördert....../ vertieft....../ bewirkt...../ verändert...../ indem du....../ hilft dir dabei......./ lässt dich erkennen....../ fördert deine...../ je mehr, desto....../ weil du, kannst du....../ während du, beginnst du....../ indem du, wirst du......./

D. Einfache Verbinder

Und..../ auch....../ während......./ vorher....../ nachher...../ aber......./ sobald......./ bevor....../ nachdem......./ weil......./  seit....../gleich...../in einer Weile....

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