Institut für Kommunikation und Gesundheit - Bernhard Tille

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Metaphern

Die Seele denkt in Bildern, deshalb sind von Anbeginn der Menschheit Geschichten benutzt worden, um

Menschen zu erreichen,  Wissen und kulturelles Erbe zu vermitteln. Entweder implizit oder explizit als Stilmittel. Als Unterricht- und Lehrmethode hat das Verwenden von Metaphern eine lange Tradition. Philosophen und religiöse Lehrer haben Gleichnisse gewählt, um zu lehren und das Denken zu beeinflussen.

Metaphern bewirken hochkomplexe Denk- und Suchprozesse, weil sie ein ganzheitliches Lernen fördern. Die Jesusgleichnisse finden noch heute neue Auslegungen und Sichtweisen. Bei einer Metapher gibt es soviel Formen von Lernprozessen, wie Zuhörer. Die Literatur kann als eine große Sammlung von Metaphern gesehen werden.

Eine Metapher ist jede Art von Sprachfigur oder Geschichte, die auf einem Vergleich beruht. Das Wort Metapher kommt aus dem Griechischen. Meta bedeutet jenseits oder hinüber, Pherein bedeutet tragen. Metaphern beinhalten eine Verbildlichung von Sachverhalten. Sie werden im Alltag eingesetzt, um Erfahrungen bildlich auszudrücken (einfache Metapher = z. B. ich bin hungrig wie ein Löwe) oder in Form von Geschichten, um kulturelle, gesellschaftliche, moralische Inhalte an Zuhörer weiterzugeben oder um Problemlösungen anzubieten (komplexe Metapher) Metaphern haben die Funktion, unser Wissen von einem Kontext in einen anderen zu übertragen, um so neue Lösungen zu finden.

Von daher sind Metaphern eine sehr wirksame Methode der indirekten Veränderungsarbeit und werden genutzt um z. B.
Trancen zu induzieren.

  • Zur Einführung oder Verständlichmachung von komplizierten Themen.
  • Als isomorphe (gleichgestaltete) Metaphern-Geschichte zur therapeutischen Arbeit nach Erickson.
  • Um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erhöhen.

Das Einsetzen von Metaphern Metaphern in einem Problemkontext, ist deshalb äußerst wirkungsvoll, weil sie eine sehr indirekte Form der Beeinflussung sind. Damit Geschichten eine Bedeutung für den Hörer bekommen und damit auch eine Veränderungswirkung möglich wird, muss die Geschichte zu dem Klienten und der Struktur des Problems passen.

Die Metapher muss dem Klienten in seinem Weltmodell begegnen. Dies bedeutet, dass die Metapher die Struktur der problematischen Situation enthält. Dazu ist es nötig, dass in der Metapher die wesentlichen interpersonellen Beziehungen enthalten sind, sowie die Bewältigungsmuster des Problems, dann ist die Metapher isomorph.

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